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Mit Kindern philosophieren

Wie kann ich mit Kindern ins Philosophieren einsteigen?


Zuerst zeigen wir auf, was der Unterschied zwischen einer philosophischen und einer «normalen» Frage ist.


Erste Runde:

Schreibt Fragen auf, von denen wir die Antwort kennen:

Was gibt 2 plus 3? Woraus besteht der Regen? Welche Farbe hat die Zitrone?


Zweite Runde:

Jetzt suchen wir Fragen, auf die wir keine schnelle Antwort haben: Was ist wenn man tot ist? Wo ist der Himmel zu Ende? Wozu sind wir auf der Welt?


Dritte Runde:

Wir wählen eine Frage aus der zweiten Runde aus und philosophieren darüber. Jedes Kind darf freiwillig seine Meinung zur Frage äussern. Wichtig: Es gibt kein Richtig und Falsch, deshalb werden die Antworten nicht kommentiert oder gar (ab-)gewertet. Dadurch entsteht eine angstfreie Atmosphäre. Die LP stellt Hilfsfragen, um noch mehr in die Tiefe zu gehen. Zum Beispiel: Wie meinst du das genau? Wie kommst du darauf? Was verstehst du unter…? Warum denkst du ist das so? Wie könnte es denn auch noch sein? Gäbe es noch andere Möglichkeiten?


Abschlussrunde: Wie denke ich jetzt darüber? Habe ich eine neue Meinung? Oder eine weitere Frage zum Thema?

Dann fahren wir beim nächsten Mal weiter…


Tipps: Die Fragen sollen Meinungen, nicht Wissen abrufen.

Die besten philosophischen Gespräche entstehen dann, wenn wir als Erwachsene selbst neugierig sind auf das Thema. Das Ziel: zusammen mit den Kindern etwas ergründen und bei der Grundfrage bleiben. Wenn wir noch über alles andere reden, lenken wir vom Thema ab und können kaum etwas in der Tiefe verstehen.


Nutzen für die Kinder:

  • Sie lernen eigene begründbare Meinungen zu vertreten und diejenigen der anderen zu respektieren.

  • Sie lernen offen zu sein gegenüber ungewöhnlichen Ideen und Lösungen.


Nutzen für die Lehrperson:

  • Aufbau & Pflege einer kooperativen Gesprächskultur.

  • Förderung des kritischen Denkens und des Urteilsvermögens.

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